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Kindertaufe oder Erwachsenentaufe?

Früher war es klar: Ein neugeborenes Kind wurde so schnell wie möglich getauft. Heute sehen wir das zum Glück entspannter: Das Wohl des Kindes hängt nicht daran, ob es als Baby getauft wurde oder nicht. Die Taufe ist ein Zeichen, das auf Gottes Liebe verweist. Und für diese Zeichenhandlung gibt es verschiedene Anlässe im Lebenslauf.

  • Bei der Säuglingstaufe steht der Dank für das Leben des Kindes im Vordergrund. Und wie das Leben ein Geschenk ist, so ist auch Gottes Liebe ein Geschenk. Es kommt nicht darauf an, was das Baby darüber denkt. Am Anfang steht die Taufe, das Verstehen folgt später (Konfirmation als Bestätigung der Säuglingstaufe).
  • Bei der Kindertaufe wird ein Kindergarten- oder Grundschulkind getauft. Die Tauffrage richtet sich hier nicht an die Eltern, sondern an das Kind. Es entsteht eine neue Symbolik: Das Kind hat kindliche Gedanken über Gott, aber das ist Gott herzlich egal! "Lasst die Kinder zu mir kommen", sagt Jesus. Der Kinderglaube hat sein eigenes Recht, denn zumeist entsteht daraus ein Glauben, der für das ganze Leben trägt.
  • Die Erwachsenentaufe ist die ursprüngliche Form der Taufe. Wenn wir z.B. Hauptkonfirmanden in der 8. Klasse taufen, dann wird schnell deutlich: Das ist meine Entscheidung. Erwachsenentaufen feiern wir in der Osternacht, so wie es die ersten Christen schon vor 2.000 Jahren taten. Glaube ist hier kein Kinderkram mehr, sondern es ist tatsächlich ein bewusster Schritt, den ich als erwachsener Mensch gehe.

Tauf-Gottesdienste für Kinder

Jeden Monat bieten wir zwei Tauf-Gottesdienste in unserer Gemeinde an. Wer sich zuerst anmeldet, kann den Ort des Gottesdienstes bestimmen. Bei konkreten Wunschterminen ist also eine rechtzeitige Anfrage im Kirchenbüro wichtig. Pro Taufgottesdienst werden maximal 3 Tauffamilien angenommen, damit es persönlich bleibt. Einzige Ausnahme ist das Tauffest am Pfingstsonntag an der Ducksteinquelle. Hier sind bis zu 5 Tauffamilien pro Gottesdienst möglich.

  • Ostersonntag, 31.03. 09:30 Uhr Familiengottesdienst mit Taufmöglichkeit in der St. Johanniskirche Großenrode (Jan Höffker), noch 3 Tauffamilien frei
  • So, 19.05. 11:00 Uhr Tauf-Gottesdienst an der Ducksteinquelle (Jan Höffker), noch 2 Tauffamilien frei
  • Sa, 25.05. 15:00 Uhr Tauf-Gottesdienst in der St. Johanniskirche Großenrode (Jan Höffker), noch 2 Tauffamilien frei
  • Sa, 13.07. 11:00 Uhr Tauf-Gottesdienst in der Liebfrauenkirche Moringen (Barbara Lüskow), noch 2 Tauffamilien frei
  • So, 25.08. 12:15 Uhr Tauf-Gottedienst in der Klosterkirche Fredelsloh (Jan Höffker), noch 2 Tauffamilien frei

Wenn die Eltern es wünschen, kann eine Taufe auch im Hauptgottesdienst gefeiert werden. Im Hauptgottesdienst nehmen wir maximal 1 Tauffamilie an, um eine gute Balance zwischen Gemeindegottesdienst und Taufhandlung zu erhalten.

Taufbild: Uschi Theiß

Tauffrage an Eltern und Paten

Bei einer Säuglingstaufe übernehmen die Eltern und Paten die Verantwortung für die christliche Erziehung des Kindes. Die Tauffrage lautet in unserer Gemeinde:

   „Wollt ihr eurem Kind den christlichen Glauben nahe bringen,
   damit es Hoffnung findet für sein Leben?
   Wollt ihr mit eurem Kind in der christlichen Gemeinde leben,
   damit auch eure Hoffnung lebendig bleibt?
   So antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe!“

Das Versprechen ist ein Wagnis. Ob Ihr Kind den christlichen Glauben später für sich selbst bejahen kann (= Konfirmation), steht nicht in unserer Hand. Aber als Eltern und Paten können Sie immer wieder Spuren legen. Dabei unterstützen wir Sie als Gemeinde (Ev. Kita Moringen, Kirche mit Kindern, Generationenkirche, Mini-Konfis, Kinderfreizeiten, Zeltlager).

Seit 2019 ist es in der Landeskirche Hannovers auch möglich, dass Eltern ihr Kind taufen lassen, wenn sie nicht Mitglied in der Kirche sind. In diesem Fall richtet sich die Tauffrage an die Paten, die die Verantwortung für die christliche Erziehung des Kindes übernehmen. Als Eltern versprechen Sie, die Paten darin zu unterstützen.

Benötigte Unterlagen

Für die Anmeldung zur Taufe benötigt unsere Sekretärin Marita Stadniczuk folgende Unterlagen:

  • Stammbuch mit Geburtsurkunde Ihres Kindes und Bescheinigung für religiöse Zwecke.
  • Kirchenmitgliedschaft der Eltern: Falls Sie von auswärts kommen und nicht in unserer Kirchengemeinde gemeldet sind, benötigen wir eine Kirchenmitgliedschaftsbescheinigung der Kirchengemeinde Ihres Wohnortes.
  • Kirchenmitgliedschaft der Paten: Weil das Patenamt ein kirchliches Amt ist, ist die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche Voraussetzung für die offizielle Übernahme der Patenschaft. Paten, die nicht in unserer Kirchengemeinde gemeldet sind, benötigen einen sog. Patenschein der Kirchengemeinde, zu der sie gehören.