Leider konntest du nicht mit uns unterwegs sein. Auf dieser Seite versuchen wir, dich auf unsere Wanderung mitzunehmen. Mit Psalm 23 sind wir über die Weper gewandert. Bitte drucke das folgende Arbeitsblatt aus (4 Blätter mit Vorder- und Rückseite):
„Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“
Vor acht Jahren warst du sehr aufgeregt. Vor acht Jahren hast du mit deinen Eltern langsam deinen Schulranzen ausgesucht. Die Kindergartenzeit ging zu Ende. Die Einschulung stand bevor. Kannst du dich noch an deinen ersten Tag in der Grundschule erinnern?
Als Kinder brauchen wir Erwachsene an unserer Seite. Wenn wir Glück haben, sind diese Erwachsenen richtig gute Hirten an unserer Seite. Sie erklären uns alles mit Liebe und Geduld. Wenn wir Pech haben, haben wir aber auch ungeduldige Lehrer oder Eltern. Manche Erwachsene haben so viele Sorgen mit ihrem eigenen Leben, dass sie sich auf Kinder nicht richtig einstellen können. Es gibt gute Hirten und schlechte Hirten. Auf Gott ist Verlass. Er ist ein guter Hirte, so sagt es Psalm 23.
„Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.“
Der Weg bergauf bis zur Brockenblick-Hütte war ganz schön anstrengend. Es waren nur 2 Kilometer, aber die hatten es in sich... Aber wenn wir von oben herunter schauen, dann hat sich der Aufstieg gelohnt: Was für ein Panorama entfaltet sich vor unseren Augen!
Manche Strecken im Leben sind sehr anstrengend. Dann geht es steil bergauf. Die Schulzeit ist so eine anstrengende Zeit. Was ihr jetzt leistet, das müsst ihr später nicht mehr leisten. Auf anstrengende Zeiten folgen Zeiten der Erholung. In der Schulzeit sind es die Ferien. Jetzt müsst ihr jeden Tag neues lernen – in allen möglichen Fächern. Später habt ihr einen Beruf, der euch hoffentlich Freude macht. Ihr selbst seid dann die Experten, die Bescheid wissen und anderen helfen.
Auch Gott schenkt uns Zeiten der Erholung: Er ist wie ein guter Hirte, der uns auf grüne Wiesen führt. Gott sucht einen schönen Platz für uns, an dem es frisches Wasser gibt. Bei Gott kann unsere Seele neue Kraft tanken für die Aufgaben, die vor uns liegen.
„Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.“
Der Aufstieg ist geschafft. Jetzt sind wir mitten im Wald. Mal gehen Wege nach links ab, mal nach rechts. Immer wieder muss ich mich entscheiden: Welchen Weg soll ich nehmen? Welcher Weg ist der richtige?
Gott verspricht, dass er bei uns bleibt und dass er uns den richtigen Weg zeigt. Natürlich gibt es manchmal Momente im Leben, in denen wir nicht wissen, wie es weiter geht. Dann ist es gut, wenn wir Gott an unserer Seite haben. Gott zeigt uns „die rechte Straße“, das bedeutet: „die richtige Straße“. Gott macht das „um seines Namens willen“, das heißt: „weil er es versprochen hat“. Auch wenn wir neue, unbekannte Wege gehen: Gott ist mit dabei.
„Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.“
Manchmal gibt es dunkle Zeiten im Leben. Der Psalm spricht vom „finsteren Tal“.
Unglück und Leid haben Menschen schon immer erlebt. Aber manche haben in den schweren Zeiten das Gefühl, dass Gott ihnen trotzdem ganz nahe ist und ihnen hilft. „Stecken und Stab“ sind die Werkzeuge eines Hirten. Man könnte auch übersetzen: „Dein Hirtenstab und deine Keule schützen mich.“ Also: Gott passt auf mich auf, wie ein guter Hirte auf seine Schafe aufpasst.
Vielleicht ist das auch so, als ob ich mitten im Gewitter eine Schutzhütte entdecke. Hier bin ich sicher, wenn draußen gerade ein großer Sturm aufzieht. Bei Gott bin ich sicher, auch wenn in meinem Leben gerade alles drunter und drüber geht.
„Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.“
Der Großteil unseres Weges ist geschafft. Vor uns liegt Trögen! Unser Psalm wechselt jetzt das Thema. Die ersten 4 Stationen haben Gott als guten Hirten vorgestellt. Jetzt wird Gott vom Hirten zum Wirt: „Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.“
Gott deckt den Tisch für uns. Wir sind verfolgt, Feinde wollen uns ans Leder. Doch Gott deckt den Tisch. Hinter diesem Bild steckt die orientalische Gastfreundschaft: Wenn ihr in arabischen Ländern unterwegs seid, dann werdet ihr abends bei völlig fremden Familien eingeladen. Und wenn ihr dort zu Gast seid, dann garantieren diese Familien auch für eure Sicherheit. Egal, was für Banditen euch verfolgen, eure Gastgeber werden euch beschützen, so als wärt ihr ein Teil der Familie. Dieser Gedanke steckt hinter dem Vers mit dem Tisch.
Egal, was für Typen uns das Leben schwer machen, Gott hält zu uns. Gott beschützt uns, weil wir zu ihm gehören.
„Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.“
Bei Station 6 gab es auf unserer Wanderung einen Vorrat an Trinkwasser für alle, deren Flaschen leer waren. Gott ist ein guter Gastgeber. Er sorgt für Erfrischung. Nach einem langen Weg in der Wüste könnt ihr euch vorstellen, was für eine Wohltat das ist: In einem schattigen Zelt ankommen, sich waschen können, ein wohlriechendes Öl = Parfüm erhalten und endlich trinken nach der langen Zeit des Durstes.
Jede Durststrecke geht vorüber. Am Ende einer langen Wüstenwanderung wartet Gott auf uns.
„Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“
Die Kirche ist unsere erste Station im Leben: Hier werden wir getauft. Und die Kirche ist auch unsere letzte Station im Leben: Hier findet einmal unsere Trauerfeier statt.
Für Christen ist die Kirche aber kein Ort des Schreckens, sondern ein Ort der Heimat. Egal was passiert: Hier bin ich immer zu Hause! In meinem Leben und in meinem Sterben ist Gott für mich da.
Wir haben jetzt alle 7 Abschnitte des Psalms gemeinsam gelernt und erwandert.
Dieser Psalm kann dich begleiten, wenn du glücklich bist, weil du die Schule geschafft hast, wenn du dich freust, dass du den Lieblingsmenschen deines Lebens gefunden hast, wenn du dein eigenes Kind in den Armen hältst.
Und dieser Psalm kann dich begleiten, wenn du Angst hast und traurig bist, wenn du auf dem Friedhof zu einer Beerdigung gehst, wenn du im Krankenhaus behandelt wirst, wenn du Stress mit deiner Familie hast. In guten wie in schlechten Zeiten ist Gott für uns da.
Unsere Konfi-Zeit geht bald zu Ende. Heute ist unser letzter gemeinsamer Tag. Manche von euch wollen als Teamer weiter dabei sein. Andere gehen erstmal ihren eigenen Weg. Aber jeder von euch hat jetzt das gelernt, was wichtig ist: Gott ist immer für uns da, in guten wie in schlechten Zeiten, auf grünen Wiesen und in dunklen Tälern, bei Sonnenschein und Regen. Deshalb wollen wir heute zum Abschluss mit euch beten.
Guter Gott, du kennst jeden von uns.
Du kennst unsere Sorgen und unser Glück.
Du kennst unsere dunklen Momente genauso wie die Sonnentage unseres Lebens.
Du bist der gute Hirte und hast uns versprochen, immer für uns da zu sein.
Danke, dass niemand von uns allein durch das Leben geht.
Danke, dass du an unserer Seite bist an jedem Tag unseres Lebens.
Amen.
Bei der Taufe hat Gott »Ja« zu uns gesagt. Bei der Konfirmation sagen wir »Ja« zu Gott. Ein Zeichen dafür, dass wir »Ja« zu Gott sagen, ist unser Konfirmationsspruch. Der Konfirmationsspruch ist ein Vers aus der Bibel, der dich durch das Leben begleitet.
Im Konfirmationsgottesdienst lesen die Teamer deinen Konfirmationsspruch vor. Und dann bist du an der Reihe: Du sagst in ein oder zwei Sätzen, warum du dir diesen Vers ausgesucht hast!
Jetzt warst du zumindest in Gedanken mit uns unterwegs. Wir hoffen, dass Psalm 23 auch als Home office interessant war. Zum Abschluss Psalm 23 als Rap von Michael Waletzko und Timothy Johnstone.